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Bestattungsgesetze
Das Bestattungsrecht ist Ländersache.
Der nachfolgende Text stammt aus dem Hamburger Bestattungsgesetz vom 14. September 1988:
 
   
  § 1 Absatz 1:
  ...Leichen im Sinne dieses Gesetzes sind auch tote Leibesfrüchte mit einem Geburtsgewicht von mindestens 1000 Gramm.
  § 10 Absatz 2:
  Totgeborene Leibesfrüchte mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm (Fehlgeburten), die nicht bestattet werden, sowie aus Schwangerschaftsabbrüchen stammende Feten und Embryonen sind, hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend zu beseitigen, sofern sie nicht für wissenschaftliche Zwecke benötigt werden.
  Dasselbe gilt für abgetrennte Körperteile, Organe und Teile von Organen, die nicht für Transplantationen, für wissenschaftliche Zwecke oder für die Herstellung von Arzneimitteln benötigt werden.
   
 
Seit dem 30. Januar 2001 gilt in Hamburg folgendes:
 
   
  § 1 Absatz 1: …500 Gramm
  § 10 Absatz 2:...hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend einzuäschern und unter freiwilliger Teilnahme der Eltern auf einem Grabfeld zur Ruhe zu betten,…
  Abgetrennte Körperteile, Organe und Teile von Organen, die nicht für Transplantationen, für wissenschaftliche Zwecke oder für die Herstellung von Arzneimitteln benötigt werden, sind hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend zu beseitigen.
   
 
 
 
Wir machen alles möglich, was Eltern wünschen!"
 
Aussage eines Hamburger Bestatters
 
 
Namensgebung
Regelungen zum Personenstand sind im Gegensatz zum obigen Bestattungsgesetz bundeseinheitlich festgelegt.
Seit dem 15. Mai 2013 gilt neu in § 13:
Totgeborene Kinder mit einem Gewicht von unter 500 Gramm können namentlich beim Standesamt dauerhaft dokumentiert werden. Dies ist sogar dann möglich, wenn das Geschlecht noch nicht feststand, ferner rückwirkend, also falls das Kind vor Inkrafttreten dieser Regelung geboren wurde.
 
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